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DAW Vergleich - Welche Audio Sequencer gibt es?

Kein Musiker kommt heutzutage am Thema Recording vorbei. Für Komponisten und Bandmitglieder sowie für Einzelmusiker ist es oft ein Muss sich mit den Grundlagen von Audio -und MIDI-Bearbeitung zu beschäftigen.

Der Einstieg in die Musikproduktion wird dank der Vielzahl an auf dem Markt erhältlichen DAWs (Digital Audio Workstations) immer einfacher. Man darf jedoch nicht denken, dass moderne Recordingprogramme einem die Arbeit abnehmen und der "Hit" von ganz alleine entsteht. Musikalische und technische Kenntnisse sind nach wie vor Voraussetzung für gut klingende Produktionen. Besonders für eine Band ist es von Vorteil, wenn jedes Bandmitglied über eine Grundausstattung an Software und Equipment verfügt. So können Ideen schnell festgehalten, über das Internet an die Bandmitglieder verschickt und gemeinsam an dem neuen Song gearbeiten werden. Besonders vor dem Gang in ein professionelles Tonstudio ist es ratsam vorab einige Demos zu produzieren, denn oft führen die akustischen Verhältnisse im Proberaum dazu, dass man Spielfehler und kompositorische Fehler nicht genau heraushört (besonders im Bassbereich). Ein einfaches Demo macht sofort die Schwächen und Stärken eines Songs hörbar und der Toningenieur wird es euch danken, wenn bereits die gröbsten Unstimmigkeiten im Vorfeld ausgeräumt wurden.

Was brauche ich?

Audio-Interface und Latenz

Zunächst sollte man sich ein Audio-Interface besorgen. Je nach Anforderungen muss hier auf die Anzahl der verfügbaren Audioeingänge und auf die Latenz geachtet werden. Dies ist besonders für Keyboarder und Komponisten wichtig, die über ihr MIDI Keyboard virtuelle Instrumente im Computer ansteuern wollen. Eine zu hohe Latenz (Verzögerung) führt zu einem unnatürlichen und irritierenden Spielgefühl, da der Klang beim Aufnehmen erst einige Millisekunden später hörbar wird. Auch für Gitarristen und Bassisten, die ihr Instrument mit einem virtuellen Verstärkersimulator im Rechner spielen wollen, ist eine niedrige Latenz von großer Bedeutung. Erfahrungsgemäß sollte die Summe der Eingangs -und Ausgangslatenz 10 ms nicht überschreiten. Alles was über dieser Grenze liegt wird beim Spielen deutlich störend empfunden. Glücklicherweise ist die Latenz in modernen Geräten kein Problem mehr. Sie lässt sich im Übrigen im Einstellungsmenü des Audio-Interfaces einstellen. Beim Spielen von Instrumenten, wenn man während des Spielens sein virtuelles Instrument oder die Effekt-Plugins in Echtzeit hören will, sollte eine möglichst niedrige Latenz eingestellt werden. Beim Editing -und Mixingprozess ist hingegen eine hohe Latenz von Vorteil, weil somit der Prozessor beim Benutzen von vielen VST oder AU Effekten entlastet wird und Knackser vermieden werden, die beim Mischen stark stören könnten.

Software - DAW - Sequencer

Die Wahl der DAW ist meistens reine Geschmackssache. So gut wie alle wichtigen Funktionen sind in den verbeitetsten Programmen enthalten. Meistens liegt dem Audio-Interface sogar eine abgespeckte Version einer DAW bei. Hier siehst du eine Liste an möglichen Audioprogrammen, die sich etabliert haben und so gut wie keine Wünsche offen lassen. Die Reihenfolge ist wertend und nach unserem persönlichen Geschmack und unserer Erfahrung bestimmt worden.
Cubase
Alrounder für Rock, Pop, Metal, Jazz, Orchester -und teilweise elektronische Musik
  • Massiv viele Funktionen für Audio -und MIDI-Recording und Editing
  • Integrierte Intonations-Korrektur
  • Übersichtliche Drum Map für Drum Programming
  • Viele mitgelieferte Instrumente und Effekte
  • Hersteller ist der Erfinder der Schnittstelle VST !
  • Teuer
  • Dongle während des Betriebs nötig
Reaper
Alrounder für Rock, Pop, Metal, Jazz, -und teilweise elektronische Musik
  • Viele Funktionen für Audio -und MIDI-Recording und Editing
  • Sehr günstig
  • Demo hat keine Funktions -oder Zeitbeschränkung
  • Viele mitgelieferte Effekte
  • Mitgelieferte Effekte sind auch in anderen DAWs nutzbar
  • User Interface und Funktionsvielfalt zu Beginn etwas überfordernd
Studio One
Alrounder für Rock, Pop, Metal, Jazz, -und teilweise elektronische Musik
  • Preis OK
  • Viele Funktionen für Audio -und MIDI-Recording und Editing
  • Integrierte Intonations-Korrektur
  • Viele mitgelieferte Effekte
  • User Interface auch für Einsteiger übersichtlich
  • Günstige "Artist" Version unterstützt keine fremden Plugins von Drittanbietern (jedoch per Add-On aufrüstbar)
Logic
Alrounder für Rock, Pop, Metal, Jazz, -und elektronische Musik
  • Günstig
  • Viele Funktionen für Audio -und MIDI-Recording und Editing
  • Sehr viele mitgelieferte Instrumente und Effekte
  • Aktuell nur für Mac verfügbar
  • Unterstützt nur hauseigene Audio Units Schnittstelle und kein VST
Sonar
Alrounder für Rock, Pop, Metal, Jazz, -und elektronische Musik
  • Preis OK
  • Viele Funktionen für Audio -und MIDI-Recording und Editing
  • Viele mitgelieferte Effekte
  • Integrierte Intonations-Korrektur
  • User Interface wirkt überladen
FL Studio
Hauptsächlich für Hip Hop und elektronische Musik geeignet
  • Günstig
  • Viele Funktionen für MIDI-Recording und Editing
  • Viele mitgelieferte Instrumente und Effekte
  • Besondere Step-Sequencer Funktionen für Beat Programming
  • Aktuell nur für Windows verfügbar
Ableton Live
Hauptsächlich Looping, Live-Einsätze und Komposition durch Ausprobieren und Jammen
  • Viele Funktionen für Audio und -MIDI-Recording und Editing
  • Viele mitgelieferte Effekte
  • Besondere Loopstation-Funktionen
  • Teuer
Pro Tools
Alrounder für Rock, Pop, Metal, Jazz, -und teilweise elektronische Musik
  • Viele Funktionen für Audio und -MIDI-Recording und Editing
  • Viele mitgelieferte Effekte
  • Teuer
  • Unterstützt nur hauseigene Pluginformate RTAS und AAX, aber kein AU und VST
(Diese Pro/Contra Liste bezieht sich hauptsächlich auf die "Pro" Editionen der jeweiligen Software und wurde 2017 das letzte Mal aktualisiert.)

Andere erwähnenswerte DAWs, zu denen uns jedoch die Erfahrung fehlt und wir sie somit nicht beurteilen konnten, sind zum Beispiel:
  • Sonar
  • Digital Performer
  • Mixcraft
  • GarageBand
  • Tracktion

Plugins -und virtuelle Instrumente

Einen gut klingenden Mix ohne Plugins und virtuelle Instrumente zu erstellen ist fast unmöglich. Bei der Auswahl der DAW spielt ebenfalls eine Rolle (heute nicht mehr so sehr wie noch vor einigen Jahren) welche Plugin-Schnittstellen sie unterstützt. Tatsache ist, dass Plugins und Instrumente für die VST-Schnittstelle am verbreitetsten und verfügbarsten sind. Nach wie vor gibt es mehr kostenlose VST Plugins als welche für andere Schnittstellen. Dies sagt jedoch nichts über die Qualität aus. Audio Units Plugins (Schnittstelle für den Mac z.B. bei Logic) sind ebenfalls beliebt und die meisten Hersteller bieten ihre kostenpflichtigen Plugins für fast alle Schnittstellen und Betriebssysteme an.

Besonders empfehlen können wir unser kostenlosen Schlagzeug-Plugin.
SCHAUE DIR HIER das interessante Video dazu an und lade dir das Plugin direkt herunter, wenn es dir zusagt.