Cubase - Drum Map laden mit MIDI Tonhöhenbezeichnungen (pitch names) – So geht's
Warum überhaupt eine Drum-Map benutzen?
Wenn du ein MIDI-Event mit dem MIDI-Editor von Cubase öffnest, wirst du wie erwartet auf der linken Seite das Piano-Roll sehen. Alle C-Tasten und deren Oktav-Nummern sind gekennzeichnet. Dies ist auch völlig ausreichend, solange du es mit melodischen MIDI-Daten zu tun hast. Wenn du jedoch Schlagzeug-Grooves bearbeiten oder erstellen willst, reicht es üblicherweise nicht aus nur die blanken Piano-Tasten zu sehen. Oder zumindest ist es nicht sehr intuitiv. Dies ist der Grund weshalb einige DAWs (DAW = Aufnahme-Software) wie Studio One das Importieren von Drum-Maps bzw. Pitchnamen unterstützen, die es der DAW ermöglichen die korrekten Schlagzeug-Bezeichnungen (Kick, Snare, Hi-Hat, etc...) anstatt der Piano-Tasten anzuzeigen (siehe rechtes Bild).
Dies macht das Programmieren von Schlagzeug-Gooves offensichtlich viel angenehmer, da man genau sieht welches Schlagzeug-Element sich hinter der Note verbirgt. Das ewige Herumprobieren hat damit ein Ende.
Wenn du die VST3-Version des Plugins benutzt, werden die Namen der einzelnen Drums in der Piano Roll oder dem Drum-Editor von Cubase automatisch angezeigt. Du brauchst dafür keine zusätzlichen Dateien (wie Scriptbilder) herunterzuladen und zu installieren.
Die folgenden Hinweise sind nur relevant, wenn du aus irgendeinem Grund nicht auf die VST3-Version umsteigen kannst.
Schritt 1
Lade die folgende ZIP-Datei herunter und extrahiere die enthaltene Drum Map Datei zu einer beliebigen Stelle auf deiner Festplatte.
Bitte beachte, dass diese Drum-Map-Datei nur mit Cubase funktioniert. Andere DAWs wie Reaper oder Studio-One haben ihr eigenes Drum-Map-Dateiformat. Du findest auf dieser Webseite unter dem Bereich PRESETS zu diesen DAWs ebenfalls Drum-Maps und Anleitungen zum Importieren.
Schritt 2
Öffne Cubase und erstelle eine MIDI -oder Instrumenten-Spur. Siehe nach, ob der Button für die Drum-Map überhaupt sichtbar ist (siehe Screenshot unten). Wenn ja, dann kannst du Schritt 3 und Schritt 4 überspringen und direkt bei Schritt 5 weitermachen.
Schritt 3
Wenn du den hier rot eingekreisten Button für die Drum-Map bei dir nicht sehen kannst, öffne den Spurbedienelemente-Dialog. Den Button dafür findest du am unteren Rand der Spur-Spalte.
Schritt 4
Sobald der Spurbedienelemente-Dialog geöffnet ist, wähle oben den Tab MIDI aus. Wähle dann in der linken Liste Drum-Map aus und füge den Eintrag zur rechten Liste (für eingeblendete Elemente) hinzu. Wiederhole das gleiche für den Tab Instrument. Bestätige danach mit OK.
Schritt 5
Nun sollte der Button für die Drum-Map auf der Spur sichtbar sein. Klicke ihn an und gehe in die Drum-Map-Einstellungen.
Schritt 6
Im Fester für die Drum-Map-Einstellungen klicke nun oben links auf Funktionen ➔ Laden.
Schritt 7
Wähle nun die zuvor extrahierte Drum-Map-Datei aus und öffne sie. Danach kannst du das Fenster für die Drum-Map-Einstellungen schließen.
Schritt 8
Im letzten Schritt musst du den Button für die Drum-Map nochmal betätigen und die neu hinzugefügte Drum-Map laden. Erst dann wird sie aktiv.
Das war's! Jedes MIDI-Event dieser Spur wird beim Doppelklick nun eine Liste mit den richtigen Schlagzeug-Namen, anstelle des Piano-Rolls anzeigen.
Viel Spaß mit diesem verbesserten Worlflow beim Drum-Programming!





